VIII. Letzte Tage

Hat die Zeit das Kleid des Leides

Ausgezogen und das Kleid des

Lachens endlich angelegt?

Sieh die Welt im Byssuskleide

Hingelehnt in Gold und Seide,

Wie sie ihre Glieder regt!

Sieh am Strome das Gefilde,

Das mit Gozens schönem Schilde

Seine bunten Ufer hüllt;

Und der Steppe Blumenbeete

Und die alten Trümmerstädte,

Die ein goldnes Leuchten füllt;

Und am Strand die süßen Frauen,

Gleich Gazellen anzuschauen,

Nur nicht so geschwind zu Fuß:

Denn an ihren Armen hängen

Spangen, und den Schritt beengen

Güldner Ketten Klingegruß.

Ach, schon ist das Herz gefangen,

Und des Alters bleiche Wangen

Sind vergessen auf der Flur:

In Aegyptens Paradiese,

An dem Strome, auf der Wiese,

Denk ich meiner Jugend nur!

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